uNSLUng-HowTo Teil 1: uNSLUng installieren

Eine der besten Anschaffungen der letzten Zeit war meine NSLU. Ein Kästchen von der Größe einer Zigarettenschachtel, welches standardmäßig eine oder zwei USB-Festplatten ins Netzwerk bringt. Wirklich toll wird das Gerät aber erst mit einer modifizierten Firmware: NSLU läuft unter Linux, und aufgrund der GPL ist es möglich, auch andere auf der original-Firmware aufbauende Betriebssysteme zu betreiben. Ich habe mit für uNSLUng entschieden, da diese Variante zum einen am dichtesten an der Original-Firmware ist, zum anderen aber alle Features hat, die ich benötige.

Zuerst lief das Gerät mit meiner alten 40-GB-Notebook-Platte, die in einem USB-Gehäuse untergebracht war. Letztendlich wollte ich aber mehr Speicherplatz, und da kam mir das Sonderangebot der 500-GB-Platte gerade recht. Die Umstellund auf die neue Platte nehme ich zum Anlass, eine kleine Serie von Howtos zu veröffentlichen. Hier der Teil 1: Die Installation des Systems.

Der erste Schritt nach dem Auspacken ist die Inbetriebnahme der NSLU wie vom Hersteller vorgesehen. Dazu gibt es eine CD mit einem Programm, mit dessen Hilfe sich IP-Adresse usw. der NSLU entsprechend den eigenen Gegebenheiten einstellen lassen.

Unter http://www.slug-firmware.net/ lässt sich die neue Firmware herunterladen; derzeit handelt es sich dabei um Unslung 6.10 Beta. Über die Administrationsoberfläche der NSLU lässt sich die Firmware bequem installieren.

Es muss dabei sichergestellt sein, dass keine Festplatte angeschlossen ist. In der Web-Oberfläche dann „Administration“ anklicken und sich als Administrator anmelden. Unter „Advanced“ gibt es dann den Menüpunkt „Upgrade“. Hier kann die bin-Datei der uNSLUng-Firmware angegeben werden. Nach einer kurzen Zeit (der Vorgang darf nicht unterbrochen werden) startet die NSLU neu, und die neue Firmware steht zur Verfügung.

Auf der Startseite ist ersichtlich, dass die NSLU derzeit vom Flash-Speicher aus läuft, d.h. dass nur eingeschränkt Befehle zur Verfügung stehen.

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Jetzt kommt der nächste Schritt, das sogenannte „unslingen“. Hierbei wird das Betriebssystem vom Flash-Speicher auf die Festplatte kopiert. Dafür muss die Festplatte mit der Web-Oberfläche formatiert werden (tatsächlich wird die Platte nicht nur formatiert, sondern auch gleich partitioniert). Die Festplatte sollte übrigens an „Disk 2“ angeschlossen sein (dort verbleibt sie auch).

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Bei einer großen Platte kann dieser Schritt natürlich einige Minuten dauern. Wenn die Platte fertig formatiert ist, aktivieren wir den telnet-Zugang zur Box:

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Jetzt (z.B. mit PuTTY) eine telnet-Sitzung mit der Box aufbauen. Um das Betriebssystem auf die Platte auszulagern, dient der Befehl

# unsling disk2

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Um die letzten Versionen alle Programme zu nutzen, aktualisieren wir jetzt noch die Paketliste mit

# ipkg update

und führen eine automatische Aktualisierung aller Programme mittels

# ipkg upgrade

durch.

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Jetzt ist die NSLU betriebsbereit. Über die Web-Oberfläche können Freigaben erzeugt werden, Benutzer und Gruppen angelegt werden usw (das ist ebenso wie bei der Original-Firmware).

In den nächsten Teilen sehen wir, welche zusätzlichen Möglichkeiten noch in dem Gerät stecken.

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